Hochzeitsspiele bringen meist eine gute Stimmung und
Schwung in eine Hochzeitsfeier!
Aber Vorsicht! – Falls Sie als Hochzeitsgast planen ein Hochzeitsspiel
zu organisieren, sollten Sie sich unbedingt davor erkundigen, ob dies von Ihrem
Brautpaar überhaupt erwünscht ist, sonst kann die gut gemeinte
Hochzeitsüberraschung gewaltig „nach hinten losgehen“. Außerdem sollten Sie mit
dem Hochzeitsorganisator den Zeitpunkt abklären, um zu vermeiden, dass Sie den kompletten Hochzeitsablauf durcheinander bringen.
HOCHZEITSSPIELE (Teil 1) Inhaltsverzeichnis: Ein Tag im Leben des Bräutigams, Hochzeitskutsche / Kutscherspiel
HOCHZEITSSPIELE (Teil 3) Inhaltsverzeichnis: Mit verbundenen Augen, Ballonwettbewerb, Originelle Wahl der Spielkanditaten, Herz aufnähen, Aschenputteltanz, Hochzeitsquiz, Zeitungstanz, Berühmte Liebespaare, Bettlaken-Herz
HOCHZEITSSPIELE (Teil 4) Inhaltsverzeichnis: Kartoffelspiel, Das Geheimnis des Hemdenbügelns, Erkennungsspiel-Tasten
HOCHZEITSSPIELE (Teil 5) Inhaltsverzeichnis: Geld oder Liebe, Statistische Erhebung, Die frühere Kindheit des Bräutigams, Eheeignungstest, Die Odysee eines Päckchen
HOCHZEITSPIELE (Teil 6) Inhaltsverzeichnis: Briefgestöber - Partybrief, Der Arztbesuch, Auf dem Standesamt
Vorbereitung: In ein großes weißes Bettuch wird in die Mitte ein Loch geschnitten, so daß man einen Kopf durchstecken kann. Unterhalb des Loches wird ein Kinderpullover festgenäht, darunter eine Kinderhose. An den Stellen für Hände und Füße werden ebenfalls Löcher eingeschnitten.
Durchführung: Es wird ein Tisch an einen gut sichtbaren Platz im Festsaal gestellt. Zwei Helfer halten nun das präparierte Bettuch oberhalb der Tischplatte auf. Der Bräutigam muß sich nun hinter den Tisch stellen und seinen Kopf durch das Kopfloch stecken. Seine Hände steckt er durch die Fußlöcher in ein Paar davorstehende Schuhe.Die Braut muß sich nun hinter Ihren Mann stellen und Ihre Hände durch die Handlöcher stecken. Von vorne sieht das ganze dann schon ziemlich komisch aus, wenn der kleine Bräutigam auf dem Tisch steht. Jetzt wird eine Geschichte vorgelesen und das Brautpaar muß die Tätigkeiten, welche darin vorkommen ausführen. Dadurch
daß die Braut Ihren Mann nicht von vorne sehen kann, ergeben sich
erhebliche Schwierigkeiten bei der Treffsicherheit, was dann wiederum
sehr zur Erheiterung der Gäste beiträgt. Die Sachen, welche während der Geschichte benötigt werden, werden von einem weiteren Helfer gereicht. Wichtig: nicht vergessen die Videokamera einzuschalten ! Die Geschichte kann jeder individuell gestalten, es sollen hier nur einige Anregungen gegeben werden.
Ein Tag im Leben des XXX. Früh am Morgen wacht XXX auf und reibt sich die Augen. (Vorsicht bei langen Fingernägeln der Braut!). Er gähnt und geht (Schuhe trappeln) ins Badezimmer um sich die Zähne zu putzen (Zahnbürste mit Sahne wird gereicht). Nach dem Zähneputzen spült sich XXX den Mund aus (Glas Wasser wird gereicht). Nun noch schnell die Haare kämmen (Kamm) und schon kann der Tag beginnen. XXX geht in die Küche um zu frühstücken. Heute wird ein schwerer Tag, deshalb stärkt sich XXX mit einem Müsli (Müsli mit Milch) Danach noch den Mund abputzen (Serviette) und los geht's. ...
In diesem Stil kann sich jeder einen ganzen Tagesablauf zurechtstricken. Je nachdem wie die Brautleute drauf sind, kann das in mehr oder weniger Schweinereien ausarten. (Pudding zum Nachtisch, Negerküsse, o.ä.) ÄHNLICHE VARIANTE: DIE FRÜHERE KINDHEIT DES BRÄUTIGAMS (Teil 5)
Hochzeitsspiel: Die Hochzeitskutsche / Kutscher / Kutscherspiel
Stuhlaufstellung: Pferd - links Pferd - rechts Kutsche
- Kutsche Kutscher König (Bräutigam) - Königin (Braut) Kutsche -
Kutsche Strafe:
sollte ein Spieler nicht um alle (Stuhlaufstellung) herumlaufen (man kann es auch mit nur aufstehen spielen) - oder es zu spät merken,
muß er zur Strafe einen Schnaps (oder etwas anderes) trinken.
Ich
lese eine Geschichte vor, in der die oben genannten Personen des
öfteren vorkommen. Jedesmal, wenn ich Sie im Laufe des Vortrages nenne,
stehen sie auf und gehen so schnell wie möglich einmal um alle herum
und setzen sich wieder. Also aufpassen wenn der Betreffende genannt
wird! (kleine Probe)
Es war einmal an einem schönen Sonntagmorgen. Die Königin sagte zum König: Lass uns einen Ausflug machen. Also sprach der Bräutigam zum Kutscher: Kutscher, hole die Kutsche raus uns spanne die Pferde an. -Los geht`s Als der Kutscher die Pferde vor die Kutsche gespannt hatte, nahmen der König und die Königin der Kutsche Platz. Dann sagte der König:
Kutscher, es ist schon ein sehr alter Kutscher und deswegen muss der
König auch immer zweimal Kutscher rufen, denn der Kutscher ist schon
etwas schwerhörig. Der König sagt also:
Kutscher, Kutscher lasse die Pferde antraben. Das rechte Pferd setzt
sich auch sogleich in Bewegung, während das linke Pferd sich erst nach
einem Peitschenhieb des Kutschers in Trab setzte. Die Kutsche polterte über den steinigen Weg. Da sagte die Königin zum König: Sage dem Kutscher, er möge langsamer fahren. Er, der König sprach also zum Kutscher: Kutscher,
mein lieber Kutscher, lass die Pferde langsamer laufen, die Kutsche
schaukelt zu sehr und der Königin wird übel. Der Kutscher zügelte
die Pferde. Doch plötzlich schlug das rechte Vorderrad der Kutsche in
ein tiefes Loch und die Königin erschrak. Die Kutsche drohte
umzustürzen, jedoch die Geistesgegenwart des Kutschers verhinderte ein
Umstürzen der Kutsche, denn er, der Kutscher, hatte die Pferde voll im
Griff. Da sprach
der König zum Kutscher, er sagte: Ach du lieber Kutscher, das hast du
gut gemacht. Bei diesem Vorfall hatte die Vorderachse der Kutsche einen
Knacks bekommen. Die Fahrt konnte jedoch weitergehen. Nach einer Stunde
Fahrt in der Kutsche sagte die Königin: Lass uns umkehren. Der König
befahl dem Kutscher: Kutscher, mein lieber Kutscher, drehe um. Der
Kutscher wendete die Kutsche. Doch
plötzlich kam ein Gewitter auf und der König sagte zum Kutscher:
Kutscher, mein lieber Kutscher, lass uns im nahegelegenen Gasthaus
einkehren, die Königin hat Angst vor dem Gewitter. Der Kutscher lenkte
daraufhin die Pferde und die Kutsche zum Gasthaus. Und wenn sie nicht
gestorben sind, so sitzen sie da noch heute: der König, die Königin,
der Kutscher, die Pferde und die Kutsche!